Ich habe eine Kollegin, die sich gerne aufregt, am liebsten in Anwesenheit von anderen Kollegen, die gerade Pause machen. Dabei ist das Thema Nummer eins, die Tatsache, dass alles teurer wird. Das stösst garantiert immer auf Zustimmung. Zweitliebstes Thema ist überflüssiger Schmutz in Haus und Garten und wie man ihn beseitigt.
Eines schönen Tages habe ich berichtet, dass aus Baden-Württemberg bekannt ist, dass dort auf Friedhöfen alle Bäume gefällt wurden, weil sie die Grabplatten zu sehr verschmutzten.
Das letztere Wort musste meine Kollegin einfach aufgreifen-denn als Haus-und Gartenbesitzerin, ist es ihr Thema. Nachdem ein Kollege sich zunächst entsetzt über die Friedhofsgeschichte zeigte, und meinte, dass sie typisch deutsch sei, entgegnete sie, dass sie das wohl verstehen könne! Auch in ihrem Garten habe ein Baum gestanden, der ihr mit seinen herabgefallenen Blättern im Herbst einfach alles verschmutzt habe. Auch der Nachbar habe sich stets beschwert. Da sie und ihr Mann sich beim besten Willen nicht immer so viel Arbeit machen konnten und auch dieser Nachbar sich nicht habe beruhigen lassen, musste dieser Baum gefällt werden. Bei aller Liebe, man habe der jährlichen Verschmutzung nicht mehr Herr werden können.
Jetzt war diese Kollegin so richtig in ihrem Element und sie geriet stimmlich in Fahrt:
670 Euro, stellt euch vor! Stellt euch vor 670 Euro hat dieser blöde Baum uns gekostet! Nur um einen Baum zu fällen, muss man 670 Euro bezahlen und das war schon das billigste Angebot, das wir kriegen konnten. Nein, bei aller Liebe, Bäume haben im Garten nichts verloren! 670 Euro-nur für so`nen Baum, der all die Jahre schon so viel Mühe gekostet hat...
Irgendwer hat einmal gesagt, die Deutschen hätten zu ihrem Wald ein besonders inniges Verhältnis- fragt die völkischen Fachmänner und Frauen von Pegida!
Aber, wenn der autobewaffnete Wutbürger von etwas wie Schmutz in seiner Freizeit/ Freiheit gestört wird, dann muss der schnellsten entfernt werden. Auch dies haben uns völkische Barden gesungen. Deutsche lieben Sauberkeit und Ordnung, und das Auto, nicht wahr!?
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Samstag, 16. April 2016
Sonntag, 31. Januar 2016
Declassified: Ein Wort zu Premium-Wanderwegen oder: Wenn die Hyperzivilisation wandern geht
Ein Wort zu
Premium-Wanderwegen oder: Wenn die Hyperzivilisation wandern geht
In den letzten
Jahren wachsen sie wie Pilze aus dem Boden: die Premium-Wanderwege.
Zertifiziert
durch das Deutsche Wanderinstitut, gekennzeichnet durch ein Vertrauen
erweckendes Gütesiegel, gibt es auch in der Gegend um Köln solche Routen.
Der
Rheinsteig und der Eifelsteig sind hier
an erster Stelle zu nennen. Über die Premium-Wanderwege sollen die ländlichen Regionen vermarktet werden. Es ist das Geschäft mit den Naturfreunden in großem Stil.
Sonntag, 17. Januar 2016
Declassified:Wald in Deutschland oder was davon übrig ist
Wald – ein Stück deutsche Seele!!!?
Wenn man
sich mit deutscher Literatur und Geschichte befasst, wird einem klar, dass der
Wald in Deutschland zu einem nationalem Symbol erkoren ist.
Ein
deutscher Oberstudienrat –klassischer Vertreter des deutschen
Bildungsbürgertums -sagte mir einmal, dass den Deutschen der Wald in die Seele
eingeschrieben sei. Er, der Deutsche, könne sich nicht dagegen wehren,
schliesslich dominiere der Wald das hiesige Landschaftsbild .
Declassified: Weckruf an die Schlafwandrer. Eine ernüchternde Wanderung im Biosphärenreservat
Das Landhaus Tausendschön in Fischbach ist ein sehr guter
Ausgangspunkt, um das Deutsch-Französische Grenzgebiet im Herbst wandernd zu
erkunden. Die Betreiber sind sehr nett, das Essen ist sehr gut und man fühlt
sich direkt wohl.
Fischbach liegt im Saarbachtal, unweit der französischen
Grenze. Wo man hinblickt, sieht man Wald. Herrlich! Die Seen im Saarbachtal
sind eine Augenweide. Hier möchten wir den Pfalzwoog besonders hervor heben.
Der Internetauftritt Pfalz.de verspricht „Wandern in der
Pfalz: Naturgenuss zwischen Wald und Wein“.
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